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	Kommentare zu: Fleisch	</title>
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	<description>indie pop music from germany europe</description>
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		Von: septemberleaves		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[septemberleaves]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2013 09:48:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://septemberleaves.com/2013/07/31/fleisch/comment-page-1/#comment-6921&quot;&gt;Jo&lt;/a&gt;.

Jo, vielen Dank f&#252;r Deinen Kommentar. Freut mich, dass Du hier die Sicht eines Fleischessers vertrittst. So wird das hier etwas bunter. Wie es aussieht hast Du Dich mit dem Thema auch schon n&#228;her besch&#228;ftigt. Und darum geht es mir ja in erster Linie: zu hinterfragen, was auf unserem Teller liegt. Wie dann der Einzelne mit dem Ergebnis umgeht bleibt seine Sache.

Zum Vergleich Stadt/Land: gibt es diesen &quot;tragbaren Rahmen&quot; auf dem Land wirklich noch? Ich kann mich erinnern, dass mein Gro&#223;vater sich Hausschweine hielt. Das war damals wohl &#252;blich. Die Tiere wurden nach einer gewissen &quot;Nutzzeit&quot; zum Schlachter gebracht (teilweise bei Privatleuten in der Garage) und das Fleisch wurde dann innerhalb der Familie und den Bekannten aufgeteilt. Ob die Tiere damals &quot;gl&#252;cklicher&quot; waren wei&#223; ich nicht. Zumindest war sich aber jeder bewusst, welches Leben das Tier hatte, bevor es auf den Grill kam. Das ist offenbar immer noch die Vorstellung von vielen, die auf dem Land aufwuchsen.

Zugegeben, ich bin da schlecht informiert, aber ist es nicht so, dass es durch hohe Auflagen und Hygienevorschriften gar nicht mehr so einfach ist, sein eigenes Tier zu halten? In meiner Vorstellung bringt der Bauer die Tiere zum Schlachthof. Sp&#228;testens dort l&#228;uft alles mehr oder weniger nach &quot;industriellem Standard&quot;. Jemand der es besser wei&#223;, m&#246;ge mich korrigieren.

Inzwischen glaube ich, dass es in der Stadt einfacher ist, Fleisch direkt zu beziehen. Es entstehen Kooperativen, die mit Bio-Bauernh&#246;fen im Umland in Kontakt sind und sie durch Sammelbestellungen (sowohl von Fleisch als auch von Gem&#252;se) sehr gut unterst&#252;tzen. Auf diese Weise haben beide was davon. Vielleicht kennst Du Dich auf dem Land besser aus als ich und kennst so eine Zusammenarbeit auch von dort. Das w&#252;rde ich mir gerne ansehen. Vielleicht zieht es mich dann doch irgendwann wieder aufs Land, hehe...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://septemberleaves.com/2013/07/31/fleisch/comment-page-1/#comment-6921">Jo</a>.</p>
<p>Jo, vielen Dank f&#252;r Deinen Kommentar. Freut mich, dass Du hier die Sicht eines Fleischessers vertrittst. So wird das hier etwas bunter. Wie es aussieht hast Du Dich mit dem Thema auch schon n&#228;her besch&#228;ftigt. Und darum geht es mir ja in erster Linie: zu hinterfragen, was auf unserem Teller liegt. Wie dann der Einzelne mit dem Ergebnis umgeht bleibt seine Sache.</p>
<p>Zum Vergleich Stadt/Land: gibt es diesen &#8222;tragbaren Rahmen&#8220; auf dem Land wirklich noch? Ich kann mich erinnern, dass mein Gro&#223;vater sich Hausschweine hielt. Das war damals wohl &#252;blich. Die Tiere wurden nach einer gewissen &#8222;Nutzzeit&#8220; zum Schlachter gebracht (teilweise bei Privatleuten in der Garage) und das Fleisch wurde dann innerhalb der Familie und den Bekannten aufgeteilt. Ob die Tiere damals &#8222;gl&#252;cklicher&#8220; waren wei&#223; ich nicht. Zumindest war sich aber jeder bewusst, welches Leben das Tier hatte, bevor es auf den Grill kam. Das ist offenbar immer noch die Vorstellung von vielen, die auf dem Land aufwuchsen.</p>
<p>Zugegeben, ich bin da schlecht informiert, aber ist es nicht so, dass es durch hohe Auflagen und Hygienevorschriften gar nicht mehr so einfach ist, sein eigenes Tier zu halten? In meiner Vorstellung bringt der Bauer die Tiere zum Schlachthof. Sp&#228;testens dort l&#228;uft alles mehr oder weniger nach &#8222;industriellem Standard&#8220;. Jemand der es besser wei&#223;, m&#246;ge mich korrigieren.</p>
<p>Inzwischen glaube ich, dass es in der Stadt einfacher ist, Fleisch direkt zu beziehen. Es entstehen Kooperativen, die mit Bio-Bauernh&#246;fen im Umland in Kontakt sind und sie durch Sammelbestellungen (sowohl von Fleisch als auch von Gem&#252;se) sehr gut unterst&#252;tzen. Auf diese Weise haben beide was davon. Vielleicht kennst Du Dich auf dem Land besser aus als ich und kennst so eine Zusammenarbeit auch von dort. Das w&#252;rde ich mir gerne ansehen. Vielleicht zieht es mich dann doch irgendwann wieder aufs Land, hehe&#8230;</p>
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		Von: Jo		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2013 22:42:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[So, nun meldet sich ein Fleischesser zu Wort. Ja, ich habe den Eindruck viele Vegetarier reden gerne &#252;ber ihre Ern&#228;hrung. Es ist ja auch ein gutes Thema, da ein Vegetarier sich ein paar Gedanken mehr machen muss, um den Verzicht zu &#252;ben. Als Fleischesser habe ich es bequemer, da ich auf nichts verzichten will und es f&#252;r mich nur die Grenzen meines Geschmacks gibt. Ich bin kein exorbitanter Fleischesser und wirklich &#252;berzeugt bin ich weder vom puren Vegetarismus noch vom zwanghaften und regelhaften Fleischkonsum.  
Ern&#228;hrung ist doch letztlich die Frage: Wie werde ich satt und was schmeckt mir dabei? Alle anderen Fragen folgen erst danach. Das klingt jetzt sehr nach &quot;ich stopf alles in mich rein&quot;, aber ich denke man muss sich auch bewusst machen, dass es eine gewisse Form des heutigen, westlichen Luxus ist.
Anfang diesen Jahres habe ich ausprobiert fleischlos zu leben; das ging 3  Monate sehr gut, ohne Probleme. Aber irgendwann kam die Bequemlichkeit zur&#252;ck, nicht immer an gr&#246;&#223;eren Tischen die Sonderrolle einzunehmen und auch die Dinge, die man vorher genossen hat, nun wieder bewusster zu essen. Die Frage, die sich mir seit dieser Zeit immer wieder stellt, ist unter anderem &quot;Warum sollen wir keine Tiere essen, wenn dies in einem Rahmen geschieht, der tragbar ist?&quot; 
... und ich sehe das Tier im Fleisch, das ich konsumiere. Durch meine l&#228;ndliche Herkunft bin ich damit aufgewachsen, dass diese Tiere, die dort gehalten wurden, letztendlich irgendwann bei uns auf dem Herd gekocht wurden.  F&#252;r mich ist das eine Art nat&#252;rlicher Kreislauf, was aber nichts mit der industriellen Massentierhaltung zu tun hat. Immer wieder bin ich dar&#252;ber entsetzt und noch viel mehr &#252;ber die stille Akzeptanz bzw. Leute, die sagen, dass sie diese Bilder lieber nicht sehen wollen und bei Lidl das n&#228;chste Steak kaufen...
Nun gut, ich esse Fleisch, versuche es aber in einem Rahmen zu halten, den ich leider noch nicht richtig definiert habe. Ich habe aber gemerkt, das Essverhalten zu &#228;ndern hat viel mit Gewohnheit und mit dem Umfeld, das einen beim Essen begleitet, zu tun. 
Soweit meine Gedanken, die ich doch etwas sprunghaft formuliert habe, aber ich wollte mich als Fleischesser hier noch zu Wort melden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, nun meldet sich ein Fleischesser zu Wort. Ja, ich habe den Eindruck viele Vegetarier reden gerne &#252;ber ihre Ern&#228;hrung. Es ist ja auch ein gutes Thema, da ein Vegetarier sich ein paar Gedanken mehr machen muss, um den Verzicht zu &#252;ben. Als Fleischesser habe ich es bequemer, da ich auf nichts verzichten will und es f&#252;r mich nur die Grenzen meines Geschmacks gibt. Ich bin kein exorbitanter Fleischesser und wirklich &#252;berzeugt bin ich weder vom puren Vegetarismus noch vom zwanghaften und regelhaften Fleischkonsum.<br />
Ern&#228;hrung ist doch letztlich die Frage: Wie werde ich satt und was schmeckt mir dabei? Alle anderen Fragen folgen erst danach. Das klingt jetzt sehr nach &#8222;ich stopf alles in mich rein&#8220;, aber ich denke man muss sich auch bewusst machen, dass es eine gewisse Form des heutigen, westlichen Luxus ist.<br />
Anfang diesen Jahres habe ich ausprobiert fleischlos zu leben; das ging 3  Monate sehr gut, ohne Probleme. Aber irgendwann kam die Bequemlichkeit zur&#252;ck, nicht immer an gr&#246;&#223;eren Tischen die Sonderrolle einzunehmen und auch die Dinge, die man vorher genossen hat, nun wieder bewusster zu essen. Die Frage, die sich mir seit dieser Zeit immer wieder stellt, ist unter anderem &#8222;Warum sollen wir keine Tiere essen, wenn dies in einem Rahmen geschieht, der tragbar ist?&#8220;<br />
&#8230; und ich sehe das Tier im Fleisch, das ich konsumiere. Durch meine l&#228;ndliche Herkunft bin ich damit aufgewachsen, dass diese Tiere, die dort gehalten wurden, letztendlich irgendwann bei uns auf dem Herd gekocht wurden.  F&#252;r mich ist das eine Art nat&#252;rlicher Kreislauf, was aber nichts mit der industriellen Massentierhaltung zu tun hat. Immer wieder bin ich dar&#252;ber entsetzt und noch viel mehr &#252;ber die stille Akzeptanz bzw. Leute, die sagen, dass sie diese Bilder lieber nicht sehen wollen und bei Lidl das n&#228;chste Steak kaufen&#8230;<br />
Nun gut, ich esse Fleisch, versuche es aber in einem Rahmen zu halten, den ich leider noch nicht richtig definiert habe. Ich habe aber gemerkt, das Essverhalten zu &#228;ndern hat viel mit Gewohnheit und mit dem Umfeld, das einen beim Essen begleitet, zu tun.<br />
Soweit meine Gedanken, die ich doch etwas sprunghaft formuliert habe, aber ich wollte mich als Fleischesser hier noch zu Wort melden.</p>
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		Von: septemberleaves		</title>
		<link>https://septemberleaves.com/2013/07/31/fleisch/comment-page-1/#comment-6876</link>

		<dc:creator><![CDATA[septemberleaves]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2013 12:34:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://septemberleaves.com/2013/07/31/fleisch/comment-page-1/#comment-6875&quot;&gt;Fabi&lt;/a&gt;.

Fabi, danke f&#252;r Deinen Beitrag. Gute Punkte. Vor allem der Gedanke der Selbstverst&#228;ndlichkeit gef&#228;llt mir. Das wird sich nach und nach sicher noch mehr durchsetzen. Ich hoffe, dass der Diskurs hier auch weiterhin so vern&#252;nftig stattfindet ;)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://septemberleaves.com/2013/07/31/fleisch/comment-page-1/#comment-6875">Fabi</a>.</p>
<p>Fabi, danke f&#252;r Deinen Beitrag. Gute Punkte. Vor allem der Gedanke der Selbstverst&#228;ndlichkeit gef&#228;llt mir. Das wird sich nach und nach sicher noch mehr durchsetzen. Ich hoffe, dass der Diskurs hier auch weiterhin so vern&#252;nftig stattfindet ;)</p>
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		<title>
		Von: Fabi		</title>
		<link>https://septemberleaves.com/2013/07/31/fleisch/comment-page-1/#comment-6875</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fabi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2013 12:12:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Nach mehr als zwei Jahren Verzicht lebe ich immer noch&quot; - herrlicher Satz! Bei mir sinds im September dann vier Jahre und ich kann dir sagen, auch ich habe nie gro&#223; was vermisst seither. Ich hab die Doku noch nicht geschaut, werde dies aber auf jeden Fall noch tun. Ich kam &#252;ber die Musik erst auf die Idee, mich mit dem Thema zu besch&#228;ftigen (Rise Against z.B.) und Foers Buch hat mich in meinem Essverhalten noch einmal best&#228;rkt - deshalb finde ich einen Diskurs zu dem Thema mit der Musik als Grundlage auf keinen Fall verkehrt. Was mir in den vier Jahren aufgefallen ist: Ich selbst nehme mich eigentlich immer weniger als Vegetarier war, es ist einfach so selbstverst&#228;ndlich f&#252;r mich geworden, dass ich nicht mehr dar&#252;ber nachdenke und es auch nicht zum Thema mache. Die, die dar&#252;ber reden sind zum einen die &quot;anstrengenden&quot;, militanten Vegetarier/Veganer sowie auf der anderen Seite Menschen, die sich durch meine Lebensweise regelrecht angegriffen f&#252;hlen und auch immer irgendwie meinen, sich verteidigen zu m&#252;ssen - dabei ist es mir relativ egal, solange jeder jeden essen l&#228;sst,  was man m&#246;chte.  Die beiden genannten Gruppen sind aber eigentlich immer diejenigen,  die andere Lebensweisen nicht akzeptieren k&#246;nnen, was auch schon zu regelrechten Streitereien ausgeartet ist. Diese Diskussionen laufen dann immer nach dem selben Schema ab (&quot;Aber Fisch isst du schon, oder?&quot;), weshalb ich es mittlerweile leid bin, &#252;berhaupt darauf einzugehen.. umso wichtiger, dass es einen vern&#252;nftigen Diskurs gibt und Leute, die sich auf vern&#252;nftige Art und Weise damit auseinandersetzen m&#246;chten!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Nach mehr als zwei Jahren Verzicht lebe ich immer noch&#8220; &#8211; herrlicher Satz! Bei mir sinds im September dann vier Jahre und ich kann dir sagen, auch ich habe nie gro&#223; was vermisst seither. Ich hab die Doku noch nicht geschaut, werde dies aber auf jeden Fall noch tun. Ich kam &#252;ber die Musik erst auf die Idee, mich mit dem Thema zu besch&#228;ftigen (Rise Against z.B.) und Foers Buch hat mich in meinem Essverhalten noch einmal best&#228;rkt &#8211; deshalb finde ich einen Diskurs zu dem Thema mit der Musik als Grundlage auf keinen Fall verkehrt. Was mir in den vier Jahren aufgefallen ist: Ich selbst nehme mich eigentlich immer weniger als Vegetarier war, es ist einfach so selbstverst&#228;ndlich f&#252;r mich geworden, dass ich nicht mehr dar&#252;ber nachdenke und es auch nicht zum Thema mache. Die, die dar&#252;ber reden sind zum einen die &#8222;anstrengenden&#8220;, militanten Vegetarier/Veganer sowie auf der anderen Seite Menschen, die sich durch meine Lebensweise regelrecht angegriffen f&#252;hlen und auch immer irgendwie meinen, sich verteidigen zu m&#252;ssen &#8211; dabei ist es mir relativ egal, solange jeder jeden essen l&#228;sst,  was man m&#246;chte.  Die beiden genannten Gruppen sind aber eigentlich immer diejenigen,  die andere Lebensweisen nicht akzeptieren k&#246;nnen, was auch schon zu regelrechten Streitereien ausgeartet ist. Diese Diskussionen laufen dann immer nach dem selben Schema ab (&#8222;Aber Fisch isst du schon, oder?&#8220;), weshalb ich es mittlerweile leid bin, &#252;berhaupt darauf einzugehen.. umso wichtiger, dass es einen vern&#252;nftigen Diskurs gibt und Leute, die sich auf vern&#252;nftige Art und Weise damit auseinandersetzen m&#246;chten!</p>
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